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Belgrad-Bijelijna-Sarajevo
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Leinen los!
Am 20.06. feierten wir mit rund 120 Gästen das 50-jährige Bestehen des Clubs!
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Rotary Club Wiesbaden-Rheingau
Zwischen historischer Kurstadt und Reben. Engagiert vor Ort. Verbunden weltweit.
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Rotary Club Wiesbaden-Rheingau
Verbunden mit unseren Partnerclubs in Belgien, Frankreich und Italien.
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Rotary Club Wiesbaden-Rheingau
Der Rotary Club Wiesbaden-Rheingau wurde 1976 gegründet.
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Was ist Rotary
Rotary vereint Persönlichkeiten aus allen Kontinenten, um Dienst an der Gemeinschaft zu leisten.
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Über Uns

Der Rotary Club Wiesbaden-Rheingau, ist seit 1976 der dritte Club in Wiesbaden. Partnerclubs sind die Rotaryclubs Paris-La Défense, Firenze-Est & Brussels Quest

Auslöser zur Gründung eines dritten Rotary Clubs in Wiesbaden war, dass bereits zu Beginn der siebziger Jahre die Verantwortlichen bei Rotary International in Zürich trotz der beiden bereits bestehenden Clubs auf der Landkarte „rechts von Wiesbaden“ einen großen weißen Fleck im Sinne des rotarischen Clublebens auszumachen glaubten. Man beschloss, diesen „Fleck“ durch die Gründung eines weiteren Wiesbadener Clubs für den Rheingau abzudecken und forderte den zuständigen Governor auf, entsprechende Schritte einzuleiten. Der Gedanke entwickelte sich im Rahmen des Wachstums von Rotary langsam aber beständig weiter und führte nach diversen vorbereitenden Arbeiten und Gesprächen schließlich im Herbst 75 zur Ernennung von Reinhard Graubner als Gündungsbeauftragtem. Am 4. November 1975 schrieb er an die Freunde Assmussen, Augustin, Gertz, Hildebrand, Huschke, Jung, Munzel, Schlephorst, Trefz und Volmer: „Liebe Freunde! In unserer Stadt soll ein dritter Rotary Club gegründet werden. Der Club Wiesbaden hat mich damit beauftragt und der Club Wiesbaden-Kochbrunnen hat seine volle Unterstützung versprochen. Ich habe mich entschlossen, diese schwierige Aufgabe anzunehmen, nachdem 10 Freunde aus beiden Clubs versprochen haben, dabei mitzuhelfen und sich die beiden Wiesbadener Clubs mit diesem Aderlass einverstanden erklärten. Ich darf Ihnen sagen, dass ich mich auf diesen Neubeginn freue, weil der „Gründungskern“ – also wir 11 Freunde – mir so zusammengesetzt zu sein scheint, dass wir uns gegenseitig, und also auch denen, die neu hinzukommen werden, etwas zu geben haben. Ich freue mich darauf, dass uns diese gemeinschaftliche Aufgabe freundschaftlich und kameradschaftlich sehr eng verbinden wird.“ Am 29. Januar 1976 war es dann soweit: die Gründungsmitglieder kamen zu ersten Mal als Rotary Club in Gründung zu einer Sitzung zusammen. Bereits nach wenigen Treffen wurde der Nassauer Hof als permanenter Treffpunkt des neuen Clubs gewählt, und blieb dies auch bis heute - nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Küche, aber auch wegen der langen rotarischen Tradition, die hier besteht: Paul Harris selbst hatte hier 1931 die Gründung des ersten Rotary Clubs Wiesbaden veranlasst. Der damalige Präsident Erbslöh sagte damals unter anderem in seiner Ansprache:“ Die Gründung des Rotary Clubs Wiesbaden-Rheingau steht unter einem guten Stern. 1976 wird ein hervorragendes Weinjahr und der Gründungstag ist gleichzeitig der Beginn der Rieslinglese im Rheingau.

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Termine

Datum / Uhrzeit
Club / Ort
Thema / Beschreibung
12.10.2026
13:00 - 14:30
Wiesbaden-Rheingau
Cem Klein's Restaurant & Bistro
Journalismus und KI
Beschreibung anzeigen

Protokoll Mittagsmeeting, Cem Klein´s Bistro, Wiesbaden am 12.10.2026

 

Regularien

Präsidentin Freundin Sabine Thiel eröffnet das Mittagsmeeting und begrüßt zunächst als Gäste Freund Wolf von Lojewski vom Schwesterclub WI-Nassau, den Referenten Dr. Norbert Lossau nebst Gattin Cornelia sowie Freund Dr. Wolfgang Pretzer vom RC Offenbach (Vater von Cornelia Lossau) nebst Gattin Sibylle.

Freundin Sabine Thiel erinnert an den gelungenen Ausflug zur Grube Messel und dankt dem Organisator Freund Burkhard Justus.

Freund Martin Lutz ergreift das Wort zu einem Veranstaltungshinweis. Als sog. „Vorgeschmack“ auf die nächstjährige Biennale der Wiesbadener Bachwoche finden im November zwei Konzerte statt. Besonders besuchenswert sei das Konzert des Barockorchesters „Cappella academica“ der HfMDK Frankfurt mit Werken von Bach, Händel & Co. am 14.11. um 18 Uhr in der Christophoruskirche.

Programm:

1. Gemüse/Kraut der Woche

Als Gemüse der Woche stellt Freundin Thiel den Kürbis vor. Sie erwähnt seine fördernde Wirkung auf die Prostatawerte und (mutmaßlich) auf das Haarwachstum und gibt praktische Hinweise zur eigenen Herstellung entsprechender Produkte (getrocknete Kürbiskerne). Zudem weist sie auf handelsübliche Präparate hin.

2. Referat: KI und Journalismus (Referent: Dr. Norbert Lossau)

Freundin Thiel erteilt Freund Thiel das Wort, der den Referenten aus langjähriger Bekanntschaft kenne, ursprünglich aus gemeinsamen fachlichen Berührungspunkten mit der Hirnforschung, zu der Freund Thiel als Mediziner promoviert habe, während sich Referent Lossau als Physiker intensiv mit neuronalen Netzwerken auseinandergesetzt habe.

Freund Thiel stellt den Referenten als ausgewiesenen Wissenschaftsjournalisten vor, u. a. als wissenschaftlichen Redakteur bei der WELT-Gruppe (Axel Springer SE).

Der Referent dankt und hebt die Begegnung mit dem anwesenden Freund Wolf von Lojewski in Washington als Erweckungserlebnis in seiner Profession als Journalist hervor. Anlass war seine (Lossaus) Berichterstattung für WDR/NDR zur Fachkonferenz über die Kalte Fusion in Santa Fe.

Sodann nimmt er Bezug auf Netzwerke und den Nobelpreis des Physikers John Hopfield anno 2024 und hebt diesen als Grundleger für Künstliche Intelligenz und ersten Entdecker dessen hervor, was man neuerdings als „Deep Learning“ bezeichnet, also das autonome Weiterentwickeln von Datennetzwerken.

Lossau weist auf sein eigenes populärwissenschaftliches Werk zum Thema hin, das 1992 unter dem Titel „Wenn Computer denken lernen“ erschienen ist.

In einem Exkurs analysiert er schließlich die jüngsten Rufe aus der KI-Industrie, es drohe ein Kontrollverlust und ein Moratorium sei vonnöten. Der Referent bringt das Thema auf den Punkt: Auch der Kontrollverlust, bis hin zu Szenarien einer Auslöschung der Menschheit, stehe letztlich unter menschlicher Kontrolle, und es komme darauf an, den Zugang der künstlichen Intelligenz (Hirn) zu realen Zusammenhängen und Werkzeugen nur innerhalb der Kontrollspanne zu ermöglichen oder gezielt zu untersagen.

Nach dem Exkurs verbindet der Referent das KI-Thema mit seinem Berufsstand, dem Journalismus.

In einem ersten Abschnitt nennt er die sinnvollen Anwendungen von KI für Journalisten und führt zu folgenden Feldern aus:

  • Textkorrektur und Lektorat
  • Grafiken und Layouts
  • Effiziente Research und Zusammenfassungen
  • Screening und Übersetzen durch KI-Agenten
  • SEO, also „Search Engine Optimization“ (wodurch die Rezeption journalistischer Produkte bei den Adressaten gesteigert wird)
  • Eigenständiges Verfassen von Texten, wobei es natürlich auf die Letztkontrolle durch den erfahrenen Journalisten ankomme

Sodann kommt der Referent auf problematische Anwendungsfälle zu sprechen:

  • Fake-Videos, die eine nicht zutreffende Nachricht unterlegen (siehe Fall ZDF zu ICE-Auswirkungen in den USA)
  • Deepfakes via Social Media

Der Referent folgert aus diesen problematischen Anwendungsfällen ein allgemeines Misstrauen gegenüber dem Journalismus, auch dem sog. Qualitätsjournalismus. Dem könne teilweise durch Schulung der Medienkompetenz begegnet werden.

Abschließend empfiehlt der Referent allgemeine Vorsicht und Awareness bei der Wahrnehmung von Journalismus, insbesondere von Content via Social Media. Er bittet, im Zweifel zudem keine Weiterleitung zu befördern, um einen Lawineneffekt bei möglichen Falschinformationen zu vermeiden. Er rät dazu, mindestens eine Zeitung oder ein sonstiges Medium zu lesen/hören/sehen, um die übrigen Nachrichten hinterfragen zu können. Er weist schließlich darauf hin, dass Journalisten und ihr Content auch bezahlt werden wollen („there is no free lunch“), und nennt als unabhängiges Qualitätsmedium (jenseits ÖRR) Table.Media.

Es schließt sich eine kurze Diskussion an. Darin spricht der Referent als Versöhnung von Qualitätsjournalismus und Wirtschaftlichkeit die Skalierung durch internationale Expansion an (z. B. Axel Springer SE und Daily Telegraph, Politico, Business Insider). Zudem plädiert er für eine solide Grundausbildung auch der künftigen Journalisten, weil die „schöne Feder“, der „Relotius“-Stil, durch KI bewerkstelligt werden könne, nicht jedoch der erfahrene fachliche Überblick und die entsprechende Kontrolle.

Die Präsidentin dankt unter Beifall dem Referenten für den anregenden Vortrag.

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